Meldung vom 24.07.2017

Wetscher zum neuen KV im Handel: Das ist ein Meilenstein mit Vorbildwirkung!

Der alte, verstaubte Kollektivvertrag hat ausgedient. Das neue Gehaltssystem für die Mitarbeiter im Handel ist einfach, transparent und fair.

Ing. Martin Wetscher

Obmann Sparte Handel

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In Wien haben die Sozialpartnervertreter Peter Buchmüller (Obmann Bundessparte Handel) und GPA-djp Vorsitzender Wolfgang Katzian das neue Gehaltsstyem für 404.000 Beschäftigte und 80.000 Betriebe präsentiert. Für Martin Wetscher, Obmann des Handels in Tirol, geht damit ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: "Das bringt eine riesige Erleichterung für unsere Unternehmen und unsere Branche wird attraktiver - für Neueinsteiger, Frauen und für langjährige Mitarbeiter!"

Neustart ist gelungen

Der neue Kollektivvertrag sollte anderen Branchen als Vorbild wirken. "Viele KVs stammen aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts und wurden einfach immer ergänzt. In vielen Fällen weit an der Realität vorbei", erklärt Wetscher und freut sich, dass mit den Arbeitnehmervertretern ein kompletter Neuanfang gelungen ist.

Was sind nun die wichtigsten Neuerungen im KV Handel?
  • Einheitliche Gehaltstafel
  • einheitliches Gehaltsgebiet für den gesamten Handel
  • Höhere Einstiegsgehälter durch einen MIndestlohn von 1.600 Euro
  • Anerkennung der Karrenzzeiten
  • Deckelung der Vordienstzeiten auf 7 Jahre
  • Rechtssicherheit für Angestellte mit All-In-Verträgen
  • Acht Beschäftigungsgruppen mit klaren Beschreibungen zur Abbildung der Organisationsstrukturen von 40.000 Unternehmen
  • Abbildung neuer Funktionen im Handel, z.B Onlinehandel
  • leichte Erweiterungsmöglichkeit für zukünftig entstehende Funktionen
  • Weiterbildung zahlt sich aus – Fachkarrieren werden gefördert
Handel gewinnt an Attraktivität

"Wir werden damit an Attraktivität als Arbeitgeber weiter gewinnen", ist Obmann Martin Wetscher überzeugt. "Die Nachfrage nach Teilzeitjobs und flexiblen Arbeitszeitmodellen ist ungebrochen hoch. Mit der Anerkennung der Karrenzzeiten und dem neuen Mindestlohn von 1.600 Euro können wir gegenüber anderen Branchen punkten!"

Für die Unternehmen bringt der neue Kollektivvertrag viele Vereinfachungen. "Bisher hatten wir acht verschiedene Gehaltstafeln, zwei Gehaltsgebiete und trotzdem war für die Unternehmen nicht immer Rechtssicherheit gegeben", erinnert Wetscher. "Das gehört jetzt gottlob der Vergangenheit an!"

"Das ist Sozialpartnerschaft!"

Die Einigung ist für Martin Wetscher ach das beste Beispiel und die beste Werbung für eine erfolgreiche Sozialpartnerschaft: "Wir sind neue Wege gegangen und haben die KV-Verhandlungen mit viel Getöse und Theaterdonner hinter uns gelassen. Hoffentlich können viele andere Branchen unserem Beispiel folgen!"
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