Meldung vom 07.03.2018

Internationaler Frauentag – Was Frauen leisten und warum Frauenpower auch Männersache ist!

Frauen sind in der Tiroler Wirtschaft am Vormarsch. Größtes Hindernis für erfolgreiche Frauen ist fehlende Kinderbetreuung. Was es auch braucht ist ein Umdenken der Männer im Land.

Martina Entner

Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Tirol, Vorsitzender von Frau in der Wirtschaft, Obfrau der WK-Bezirksstelle Schwaz

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“Frauen sind am Vormarsch", hält Martina Entner, Vorsitzende des Unternehmerinnennetzwerkes FiW (Frau in der Wirtschaft) fest. 56 Prozent aller Studienabschlüsse sind weiblich, 47 Prozent der Frauen haben die Reifeprüfung abgeschlossen (bei den Männern sind es 33 Prozent), 37 Prozent der Unternehmen stehen unter weiblicher Führung, 10.213 Tirolerinnen leiten erfolgreich ein Unternehmen und mittlerweile wird auch bereits jedes zweite Unternehmen von einer Frau gegründet.

Das sind natürlich erfreuliche Zahlen - und dennoch bleibt noch einiges zu tun. „Gerade in Aufsichtsräten und Beiräten sind Frauen noch immer stark unterrepräsentiert. Die Richtung stimmt zwar, aber es geht mir noch zu langsam, denn mit einem Aufsichtsrätinnenanteil von knapp 16 Prozent in Tirol, sind wir noch lange nicht am Ziel. Aus diesem Grund haben wir gemeinsam mit dem Land Tirol und der Industriellenvereinigung das Projekt „Womenomics“ ins Leben gerufen, um Frauen zu unterstützen, damit sie fit für den Aufsichtsrat/Beirat werden. Im Moment läuft die Anmeldefrist, Interessierte sollen sich bei uns melden,“ ruft Entner auf. 

Wie Entner ist auch Jürgen Bodenseer, Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer, gar kein Freund von Quoten. "Frauen sehen die Dinge in einem anderen Licht, sind bedächtiger, genauer. Und das ist gut so und gut für die Wirtschaft", sagt Bodenseer und ergänzt: "Ein Team ist erst ein Team, wenn auch Frauen an Bord sind. Deshalb bin ich gegen Quotenfrauen und Zwangsbeglückung. Vielmehr sehe ich die Männer gefordert: Wir brauchen mehr Frauen in Führungspositionen. Frauenpower ist für mich auch ein Männerthema." Während seiner Präsidentschaft hat Bodenseer selbst immer auf Frauenpower gesetzt: Mit der ersten Vizepräsidentin, der ersten Wirtschaftslandesrätin, der ersten Spartenobfrau, der ersten Bezirksgeschäftsführerin und der ersten Direktorin in der Tiroler Wirtschaftskammer. "Das ist Frauenpower live und ich bin verdammt stolz darauf", hält Bodenseer fest. 

Größtes Hindernis für erfolgreiche Frauen - und damit auch Männer und Familien - sind die nach wie vor bestehenden Lücken in der Kinderbetreuung. Entner möchte, dass jede Familie die Freiheit hat Familie und Beruf nach ihren Bedürfnissen zu vereinbaren und so fordert sie, dass es tirolweit flächendeckend eine ganztägige, ganzjährige und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung geben muss. „Es kann nicht sein, dass eine Familie umziehen muss oder wir gute Arbeitskräfte verlieren, weil Familien keine passende Infrastruktur in Bezug auf die Kinderbetreuung in ihrem Ort vorfinden. Die Möglichkeit auf eine ganztägige und ganzjährige, qualitativ hochwertige Kinderbetreuung zurückzugreifen, muss Standard werden,“ ist Entner überzeugt. 


Alle Details zum Programm „Womenomics“ unter: wko.at/tirol/fiw
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Dr. Jürgen Bodenseer
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Kontakt

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Frau in der Wirtschaft
Mag. Sabine Wiesflecker
T 05 90 90 5-1359
E sabine.wiesflecker@wktirol.at

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