04.02.2019

Die Wirtschaftskammer geht in die Bildungsoffensive

Unter dem Motto „Wir bilden Zukunft“ setzt der größte private Bildungsanbieter Impulse für eine neue Dimension in der Berufsausbildung.
Bildungsoffensive
Bildungsoffensive
v.l.: Bezirksobmann von Imst Josef Huber, WKÖ-Präsident Harald Mahrer, Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer Christoph Walser und Bezirksobmann von Landeck Anton Prantauer bei der Präsentation der Bildungsoffensive.

„Innovationskraft, Fachkräftesicherung, Digitalisierung, Wettbewerbsfähigkeit, Kundennähe - all das ist eine Frage der richtigen Aus- und Weiterbildung. Wenn wir die richtigen Antworten auf die Herausforderungen, vor denen die heimischen Betriebe Tag für Tag stehen, haben wollen, müssen wir die Berufsbildung in Österreich neu aufsetzen. Aus der Wirtschaft für alle, die an Wirtschaft beteiligt sind“, erklärt WKÖ-Präsident Harald Mahrer, weshalb die Wirtschaft eine umfassende Bildungsoffensive unter dem Motto „Wir bilden Zukunft“ gestartet hat. Als größter privater Bildungsanbieter in Österreich hat es die Wirtschaftskammer-Organisation selbst in der Hand, der Berufsbildung eine neue Dimension zu geben und tut dies in Form eines umfassenden Reform- und Innovationsprozesses. „Wir gestalten die Lehre neu und erweitern sie um digitale und soziale Kompetenzen zu einer trialen Ausbildung, wir schaffen einen Campus der Wirtschaft als generationenübergreifenden Workspace für alle, wir entwickeln virtuelle Lernplattformen und bieten mit durchgängigen Bildungspfaden und höherer Berufsbildung lebenslange Karriereperspektiven“, so Mahrer. 

Lehre als erste Wahl

Welche besondere Bedeutung die Lehre für die Bildung der Zukunft hat, unterstreicht der Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer Christoph Walser: „Die Lehre ist das Fundament für die Wirtschaft und ein echtes österreichisches Erfolgsmodell, um das uns viele andere Länder beneiden. Die Vielzahl an Top-Platzierungen bei internationalen Berufsmeisterschaften zeigt regelmäßig, wie hoch unser Ausbildungsniveau ist. Erfreulicherweise erkennen Eltern wie Jugendliche mittlerweile wieder vermehrt, dass die Lehre eine tolle Basis für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn ist. Exakt 3.438 junge Tirolerinnen und Tiroler haben 2018 eine Lehrausbildung begonnen – das entspricht einem Plus von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr“, weiß Walser und ergänzt: „Diesen positiven Trend müssen wir verstärken. Unter anderem indem wir das bewährte duale Ausbildungssystem weiterentwickeln und als triales System noch besser und zukunftsfit machen. Außerdem ist es ganz klar unser Ziel, die berufspraktische Säule als gleichwertige Alternative zu schulisch-akademischen Bildungswegen zu verankern. Denn die Lehre ist nicht die zweite, sondern die erste Wahl, wenn es um die Berufsausbildung geht.“

Bildungsoffensive in den Regionen

In diesem Zusammenhang setzt die Wirtschaftskammer auch ganz gezielt regionale Bildungs-Impulse. Die WIFI in den Bezirken bieten dafür die idealen Plattformen. „Damit unsere Betriebe künftig ausreichend Fachkräfte zur Verfügung haben, sind wir besonders bestrebt, die Lehre im Bezirk zu promoten. Dabei setzten wir im WIFI Landeck speziell auf das Modell Lehre und Matura. Mit dieser Kombination, die einem alle Türen öffnet, wollen wir noch mehr junge Menschen und auch Quereinsteiger für eine Lehrausbildung begeistern. Und das gelingt immer besser. Derzeit sind 30 Teilnehmer am WIFI Landeck in der Lehre-und-Matura-Ausbildung. Damit stehen dem regionalen Arbeitsmarkt jährlich rund 15 engagierte, topqualifizierte Absolventen zur Verfügung“, meint etwa der Obmann der WK-Bezirksstelle Landeck, Anton Prantauer.
In die gleiche Kerbe schlägt der Obmann der WK-Bezirksstelle Imst, Josef Huber: „Erfreulicherweise hat es bei den Lehrlingszahlen in den vergangenen zwei Jahren eine Trendumkehr gegeben und sie sind auch bei uns im Bezirk wieder leicht gestiegen. Trotzdem kann die Nachfrage der Betriebe nach Lehrlingen bei weitem nicht gedeckt werden. Deshalb ist es wichtig Schülerinnen und Schüler bereits in jungen Jahren mit den Themen Wirtschaft und Lehre in Berührung zu bringen und eine Begeisterung in ihnen zu wecken. Das gelingt uns mit Aktionen wie KIWI, Erlebniswelt Baustelle oder dem Berufsfestival schon sehr gut – allein im Vorjahr haben wir so mehr als 1.000 Volks- und NMS-Schülerinnen und –Schüler erreicht. Solche Initiativen werden wir in Zukunft sicher weiter forcieren.“

Nähere Informationen zur WKO-Bildungsoffensive unter www.wirbildenzukunft.at

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