Meldung vom 08.04.2019

Handel: 22-Euro-Freigrenze für Kleinsendungen aus Drittstaaten muss schnellstmöglich fallen

Appell zur entsprechenden Adaptierung des Digitalsteuer-Pakets, um Steuerschlupfloch für ausländische Onlinehandelskonzerne zu stopfen.

Martin Wetscher

Obmann Sparte Handel

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Die aktuell geltende Einfuhrumsatzsteuer-Freigrenze von 22 Euro für Online-Bestellungen aus sogenannten Drittstaaten, führt in der Praxis nicht selten dazu, dass die korrekte Versteuerung mit verschiedenen Methoden umgangen wird. Die EU hat vor, diese Freigrenze ab 2021 zu streichen. Dem heimischen Handel ist das aber zu spät: "Je früher dieses Steuerschlupfloch für ausländische Onlinehandelskonzerne geschlossen wird, desto bessser", stellt Martin Wetscher, Obmann des Tiroler Handels, fest und ergänzt: "Andere Mitgliedsstaaten haben das bereits erkannt und die Freigrenze vorzeitig abgeschafft. Es ist hoch an der Zeit, dass Österreich hier nachzieht."

In die gleiche Kerbe schlägt auch Barbara Thaler, WK-Vizepräsidentin und E-Commerce-Expertin: "Wenn die Freigrenze für Online-Bestellungen aus so genannten Drittstaaten fällt, bedeutet das, dass Pakete künftig ab dem ersten Cent zu verzollen und zu versteuern sind. Das ist nur fair und ein Schritt in Richtung Wettbewerbsgleichheit, für die wir eintreten. Daher appellieren wir an die Bundesregierung, mit einer Adaptierung des Digitalsteuer-Paketes dafür zu sorgen, dass es mit der 22-Euro-Freigrenze schon 2020 und damit vorzeitig eine Ende hat."

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Barbara M. Thaler
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Tiroler Wirtschaftskammer
Sparte Handel
Dr. Alois Schellhorn
T 05 90 90 5-1299
E alois.schellhorn@wktirol.at

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Vizepräsidentin WK Tirol

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