Stimmungslage bei den Jungen: Tirols Wirtschaftslage bleibt angespannt JW-Stimmungsbarometer zeigt: Investitionszurückhaltung und steigende Kosten belasten junge Unternehmen – Bürokratie als größte Hürde. „Das JW-Stimmungsbarometer zeigt schwarz auf weiß: Tirols Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer bleiben aus Vorsicht auf der Investitionsbremse“, so Patrick Schwarz, Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft Tirol. „Das ist ein Alarmsignal – denn damit geht unserem Wirtschaftsstandort wichtige Dynamik verloren.“ Im Rahmen des aktuellen JW-Stimmungsbarometers, das kürzlich vom Market Institut durchgeführt wurde, wurden 920 Unternehmerinnen und Unternehmer unter 40 Jahren österreichweit zur wirtschaftlichen Stimmungslage befragt. Die Ergebnisse zeichnen ein klares Bild: Die Herausforderungen bleiben groß, der wirtschaftliche Optimismus gering. Konjunktur- und Geschäftsentwicklung rückläufig Mehr als ein Drittel der befragten Tiroler Jungunternehmer:innen (41 %) erwartet eine (weitere) Abschwächung der Konjunktur. Nur 9 % blicken optimistisch in die wirtschaftliche Zukunft. Auch in der täglichen Geschäftsentwicklung macht sich die Zurückhaltung bemerkbar: 37 % berichten von einem leichten, 28 % sogar von einem starken Rückgang des Kaufvolumens – eine Trendumkehr ist nicht in Sicht. Kosten, Preise, Erträge – die Schere geht auseinander Die Teuerung macht den Betrieben weiterhin zu schaffen. 50 % der Befragten rechnen mit steigenden Kosten. Entsprechend planen 46 % der Tiroler Unternehmer:innen mit höheren Verkaufspreisen. Gleichzeitig erwarten nur 14 % eine bessere Ertragslage, während 38 % von einer Verschlechterung ausgehen. Zurückhaltung bei Investitionen, stabile Beschäftigungspläne 47 % der Tiroler Jungunternehmen wollen ihre Investitionen reduzieren, nur 8 % planen mit einer Steigerung. Erfreulich ist: Trotz aller Herausforderungen bleiben die Beschäftigungspläne stabil – 14 % der Betriebe möchten in den kommenden Monaten zusätzliche Mitarbeitende einstellen. Bürokratie als größte Wachstumsbremse Auf dem Forderungskatalog der Unternehmer:innen bis 40 Jahre, stehen die Senkung der Lohnnebenkosten sowie der Bürokatrieabbau ganz oben. „Wenn wir wollen, dass junge Betriebe Tirol bei Wachstum und Beschäftigung voranbringen, dann müssen wir voll auf die Bürokratiebremse steigen“, fordert Schwarz. „Dass die Bürokratie mittlerweile als größte unternehmerische Herausforderung wahrgenommen wird, ist ein Weckruf. Unsere Betriebe brauchen freie Fahrt für Innovation und Wachstum – nicht einen Rucksack voller Formulare. Wir Jungunternehmer:innen sind keine Staatsdiener.“ Politischer Rückenwind – jetzt braucht es Tempo bei der Umsetzung Zufrieden zeigt sich Schwarz mit dem Bekenntnis der neuen Bundesregierung zum Unternehmertum: „Es freut uns, dass zentrale Anliegen der Jungen Wirtschaft im aktuellen Regierungsprogramm ihren Platz gefunden haben. Das ist ein wichtiges Signal. Noch mehr freut es uns, wenn es bei der Umsetzung nun rasch vorangeht.“ Sein Appell an die Politik ist klar: „Wir erwarten uns von der Regierung nur das, was unsere Betriebe Tag für Tag leisten – anpacken und umsetzen. Für ein jungunternehmerfreundliches Österreich kann jeder und jede in der Regierung etwas beitragen.“