Neue Datenbank als Grundlage für Förderung, Planung und Klimaschutz Die Sparte Gewerbe und Handwerk der Wirtschaftskammer Tirol hebt die Bedeutung der Heizungs- und Klimaanlagendatenbank Tirol für Förderungen, Klimaschutz und eine zukunftsorientierte Energiepolitik hervor. Wer seine Heizung modernisiert und Förderungen in Anspruch nehmen möchte, muss sicherstellen, dass die neue Anlage ordnungsgemäß in die Datenbank eingetragen ist. Damit ist sie für viele Haushalte ein zentraler Bestandteil des Heizungstauschs. „Ein Heizungstausch ist eine große Investition. Umso wichtiger ist es, dass Förderungen verlässlich zugänglich sind und die dafür notwendigen Abläufe klar, nachvollziehbar und praxistauglich gestaltet werden. Dabei spielt die neue Datenbank künftig eine entscheidende Rolle“, betont Franz Jirka, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk sowie Innungsmeister der Tiroler Rauchfangkehrer. Datenbank als Voraussetzung für Förderungen Die Eintragung der Heizungsanlage ist gesetzlich vorgesehen und wesentliche Voraussetzung dafür, dass Förderprogramme überhaupt in Anspruch genommen werden können. Dazu zählen insbesondere die Sanierungsoffensive 2026 – Kesseltausch des Bundes sowie die Wohnbauförderung des Landes Tirol. Für Konsumentinnen und Konsumenten ist die Registrierung daher kein formaler Nebenschritt, sondern ein entscheidender Teil des gesamten Förderprozesses. Installationsbetriebe als zentrale Schnittstelle Landesinnungsmeisterin Veronika Opbacher-Egger unterstreicht die Rolle der Tiroler Installationsunternehmen bei der Umsetzung: „Unsere Betriebe sind hier der Dreh- und Angelpunkt in der Praxis. Sie errichten Heizungsanlagen fachgerecht, melden sie korrekt ein und begleiten Endkundinnen und Endkunden durch die relevanten Förderabläufe. Damit sind sie zentrale Schnittstelle zwischen Gesetzgeber, Verwaltung und Endkunden und leisten einen wichtigen Beitrag zur Energiewende." Grundlage für künftige energiepolitische Entscheidungen Unabhängig von den Förderungen wird mit der neuen Datenbank erstmals ein umfassender Überblick über den Bestand an Heizungs- und Klimaanlagen in Tirol geschaffen. Damit entsteht eine belastbare und valide Grundlage für künftige energiepolitische Entscheidungen. Fördermodelle, Klimaschutzmaßnahmen und politische Steuerungsinstrumente können dadurch gezielter an den tatsächlichen Gegebenheiten ausgerichtet werden. Gleichzeitig unterstützt die Datenbank die energetische Raumplanung und die Entwicklung zukunftsfähiger Energiekonzepte. Praxistaugliche Erleichterungen bei Feuerungsanlagen Flankierend dazu verweist die Sparte Gewerbe und Handwerk auch auf zentrale Neuerungen bei den Regelungen für Feuerungsanlagen. Dazu zählen beispielsweise längere Intervalle bei der Hauptüberprüfung, der Entfall der jährlichen Kontrolle abgemeldeter Feuerungsanlagen sowie der Wegfall zusätzlicher Prüfpflichten bei Speiseschächten und Abluftanlagen. Auch die Vorankündigungsfristen für Kehrtermine und Hauptüberprüfungen wurden praxistauglich gestaltet. Damit werden Abläufe für Haushalte und Betriebe in mehreren Bereichen vereinfacht, ohne die Sicherheit und ordnungsgemäße Kontrolle aus dem Blick zu verlieren. „Wenn wir wollen, dass Menschen in moderne, klimafreundliche Heizsysteme investieren, dann brauchen wir Systeme, die funktionieren. Die Datenbank hilft dabei, Förderungen abzusichern, Abläufe zu vereinfachen und zugleich eine fundierte Basis für künftige energiepolitische Entscheidungen zu schaffen. Dass auch die Überprüfungsregelungen in Zukunft praxisnäher gestaltet werden, ist ein weiterer wichtiger Schritt“, so Jirka und Opbacher-Egger unisono.