Erbschaftssteuer: Angriff auf Familienbetriebe und mehrfach versteuertes Eigentum WK-Präsidentin Barbara Thaler und WK-Bezirksobfrau Martina Entner warnen vor gravierenden Folgen für Familienbetriebe, Eigentum und Nachfolge. Die Diskussion über die Einführung einer Erbschaftssteuer stößt in der Tiroler Wirtschaft auf klare Ablehnung. Für die Wirtschaftskammer ist klar: Eine zusätzliche Besteuerung würde Betriebe und Eigentum mehrfach belasten und den Standort schwächen. „Die Debatte geht an der Realität vorbei. Vermögen wird in Österreich keineswegs unbesteuert weitergegeben, sondern ist über Jahrzehnte hinweg bereits erheblich belastet worden“, betont WK-Präsidentin Barbara Thaler. Familienbetriebe leisten über Generationen hinweg einen wesentlichen Beitrag zum Steueraufkommen und zur regionalen Wertschöpfung. Durch ihre laufende unternehmerische Tätigkeit tragen sie kontinuierlich zum Staatshaushalt bei – etwa über Ertragsteuern wie Körperschaftsteuer oder Einkommensteuer, aber auch über eine Vielzahl weiterer Abgaben. Dazu zählen unter anderem Kommunalsteuer und Lohnnebenkosten. „Eine zusätzliche Erbschaftssteuer würde keine Lücke schließen, sondern vor allem Familienbetriebe treffen“, so Thaler. „In unseren Regionen geht es nicht um anonymes Kapital, sondern um kleine und mittlere Betriebe sowie Familienunternehmen, die über Jahrzehnte aufgebaut wurden und das wirtschaftliche Rückgrat bilden. Eine zusätzliche Steuer würde die Weitergabe massiv erschweren und viele Betriebe unter Druck bringen“, betont Martina Entner, Obfrau der WK-Bezirksstelle Schwaz. Eine solche Entwicklung hätte auch spürbare Auswirkungen auf Investitionen und die wirtschaftliche Dynamik in den Regionen. Wenn Übergaben erschwert werden, fehlt Betrieben oft der notwendige Spielraum für Weiterentwicklung und Wachstum. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten braucht es jedoch stabile Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und mehr Wertschätzung für Wertschöpfung statt zusätzlicher Belastungen.