Standort unter Druck: Lohnnebenkosten jetzt senken WK-Präsidentin Barbara Thaler unterstützt gemeinsamen Vorstoß der Wirtschaft – Entlastung als Schlüssel für Investitionen und Beschäftigung Mit einem gemeinsamen Offenen Brief an Finanzminister Markus Marterbauer haben sich heute die Präsidentinnen und Präsidenten aller Landeskammern sowie die Wirtschaftskammer Österreich für eine rasche und spürbare Senkung der Lohnnebenkosten ausgesprochen. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu stärken und heimische Arbeitsplätze zu sichern. Hohe Lohnnebenkosten belasten Betriebe und gefährden Jobs „Die wirtschaftliche Lage ist angespannt, und die Betriebe stehen unter massivem Kostendruck. Gerade die im internationalen Vergleich hohen Lohnnebenkosten sind ein zentraler Wettbewerbsnachteil und gefährden Investitionen, Wachstum und Beschäftigung“, betont WK-Präsidentin Barbara Thaler. Von jedem Euro, den ein Betrieb für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufwendet, kommt nur etwas mehr als die Hälfte tatsächlich bei diesen an. „Das zeigt, wie stark Arbeit in Österreich belastet ist. Hohe Lohnnebenkosten schwächen die Wettbewerbsfähigkeit – und das kostet Arbeitsplätze. Genau deshalb braucht es jetzt entschlossenes Handeln“, so Thaler. Aus Sicht der Tiroler Wirtschaft ist klar: „Wir können globale Krisen nicht beeinflussen, aber wir können dort ansetzen, wo die Kosten hausgemacht sind. Hier ist die Politik gefordert, rasch konkrete Schritte zu setzen.“ Wirtschaftskammern gehen bei Entlastung voran Die Wirtschaftskammern setzen selbst ein starkes Signal und werden ihre Mitgliedsbetriebe bis 2030 mit insgesamt 100 Millionen Euro entlasten. Geplant ist ein Stufenmodell, mit dem dieses Volumen schrittweise aufgebaut wird. Spätestens ab 2030 ersparen sich die Unternehmen nachhaltig ein Volumen von 100 Mio. Euro jährlich. Der Fokus liegt dabei bewusst auf der Senkung der Kammerumlage 2 (KU2) – und damit direkt auf einer Reduktion der Lohnnebenkosten. Ausgehend vom aktuellen KU2-Volumen entspricht das einer Entlastung von über 20 Prozent. „Wir machen den ersten Schritt und setzen den Hebel direkt bei den Lohnnebenkosten an. Jetzt braucht es auch ein starkes Signal der Politik, um die Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts nachhaltig zu sichern“, betont WK-Präsidentin Barbara Thaler. Der Offene Brief kann hier heruntergeladen werden.