Paketsteuer: Entlastung mit der einen Hand, Belastung mit der anderen Die aktuell diskutierte nationale Paketabgabe zur Gegenfinanzierung der Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel stößt auf scharfen Widerstand in der heimischen Wirtschaft. Das Vorhaben würde zum einen den heimischen Versand- und Onlinehandel massiv belasten und zum anderen die versprochene Entlastung für Konsumentinnen und Konsumenten faktisch zunichte machen. „Eine nationale Paketsteuer ist keine Lösung – sie ist eine Umverteilung. Was sich die Bevölkerung durch die Mehrwertsteuersenkung sparen soll, zahlt sie am Ende durch höhere Versandkosten wieder drauf", kritisiert Markus Schwarzenberger, Sprecher des Tiroler Versand- und Onlinehandels, und ergänzt: „Unsere Händler stehen ohnehin schon unter enormem Kostendruck und stehen in weltweitem Wettbewerb. Weitere Belastungen zulasten des heimischen Handels sind schlicht nicht vertretbar." Auch Roman Eberharter, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Tirol, sieht das geplante Modell überaus kritisch: „Es ist wettbewerbspolitisch falsch, heimische Händler über eine nationale Abgabe zu schwächen. Die geplante Abgabe würde auch viele kleine Handelsbetriebe treffen, die anstelle eines eigenen Webshops über Plattformen mit großer Reichweite verkaufen. Die Unternehmen dürfen nicht die Zeche für budgetpolitische Schnellschüsse zahlen." Vor diesem Hintergrund appellieren Schwarzenberger und Eberharter in Richtung Bundesregierung: "Ziel der Politik muss es sein, faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen - insbesondere im Vergleich mit den asiatische Handelsriesen. Eine nationale Paketabgabe hätte genau die gegenteilige Wirkung und ist daher strikt abzulehnen!"