Reparieren statt wegwerfen: Tiroler Elektrofachhandel warnt vor Aus für Geräte-Retter-Prämie Branchensprecher Mühlthaler: Förderstopp schwächt Kreislaufwirtschaft und heimische Fachbetriebe gleichermaßen. Jedes reparierte Gerät ist eines, das nicht entsorgt wird und im Elektroschrott landet. Genau diese einfache Rechnung gerät durch das geplante Aus für die sogenannte Geräte-Retter-Prämie ins Wanken, warnt der Tiroler Elektrofachhandel. Erst kürzlich wurde der frühere Reparaturbonus – mit reduziertem Budget und verändertem Produktumfang – neu aufgesetzt, nun soll er schon wieder gestoppt werden. Das ständige An- und Abschalten der Förderung verunsichert Betriebe wie Konsument:innen und hält viele davon ab, ein Gerät reparieren zu lassen, statt es zu ersetzen. „Die Prämie macht Reparaturen im Alltag erschwinglich und damit zur echten Alternative zum Neukauf. Fällt sie weg, entscheiden sich viele wieder fürs Wegwerfen. Das ist ökologisch wie ökonomisch der falsche Weg", sagt Christian Mühlthaler, Sprecher des Elektrofachhandels in der Wirtschaftskammer Tirol. Reparaturen sparen Rohstoffe und CO₂, halten Wertschöpfung in der Region und stärken die heimischen Fachbetriebe. Zudem stützt die Prämie zentrale Anforderungen der EU-Right-to-Repair-Richtlinie. Wird sie ersatzlos beendet, fehlt ein wirksames Instrument, ohne dass eine gleichwertige Maßnahme in Sicht wäre. „Wir reden viel über Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft – hier hätten wir ein Werkzeug, das tatsächlich funktioniert. Es jetzt aus der Hand zu geben, wäre ein klarer Rückschritt", so Mühlthaler. Der Tiroler Elektrofachhandel fordert daher eine Fortführung der Prämie über 2026 hinaus.