WK Tirol begrüßt Vorstoß von LH Mattle: Bauvorschriften auf den Prüfstand, Verfahren beschleunigen WK-Präsidentin Barbara Thaler und Vizepräsident Anton Rieder begrüßen den Vorstoß von Landeshauptmann Anton Mattle zum Abbau überschießender Bauvorschriften, Standards und Normen. Gleichzeitig fordern sie einfachere, digitale und schnellere Bauverfahren. Die Wirtschaftskammer Tirol begrüßt den Vorstoß von Landeshauptmann Anton Mattle, überschießende technische Bauvorschriften und Normen zu reduzieren. Für die Wirtschaftskammer Tirol ist das keine neue Forderung. „Jede überschießende Norm treibt die Baukosten in die Höhe. Die Rechnung zahlen Familien beim Eigenheim, Betriebe bei Investitionen und Mieter über höhere Wohnkosten. Dass die Landeshauptleutekonferenz das Thema jetzt aufgreift, begrüßen wir“, so WK-Präsidentin Barbara Thaler. Praxisnähe statt Regelwerk am Reißbrett Wie stark einzelne Vorgaben in der Praxis wirken, zeigt sich oft erst auf der Baustelle. „Viele Normen und Standards tragen längst nicht mehr zu zusätzlicher Sicherheit bei, verteuern aber jedes Bauprojekt spürbar. Punktuelle Korrekturen reichen deshalb nicht aus. Wir brauchen einen strukturierten Prozess, der das gesamte Regelwerk auf Notwendigkeit, Kosten und praktischen Nutzen überprüft. Nur so entsteht eine Entlastung, die beim Bauen tatsächlich ankommt“, sagt WK-Vizepräsident Anton Rieder. Notwendig sei eine ehrliche Kosten-Nutzen-Abwägung bei jeder Vorschrift – und der Mut, bestehende Normen kritisch zu hinterfragen. Normenabbau allein reicht nicht Der Abbau überschießender Normen und Standards ist allerdings nur ein Teil der Lösung. Die Wirtschaftskammer Tirol fordert seit Langem auch auf Landesebene Fortschritte: weniger bürokratische Hürden in den Bauverfahren, eine konsequente Digitalisierung, schnellere Entscheidungen sowie höhere Baudichten, um die anteiligen Grundkosten je Wohneinheit zu senken. „Weniger Normen und Standards allein reichen nicht. Auch die Bauverfahren müssen einfacher, digitaler und schneller werden. Leistbares Bauen gelingt nur, wenn wir Kosten und Zeit gleichzeitig reduzieren“, betonen Thaler und Rieder abschließend.