Parken in Innsbruck: Neue Belastungen für Handel und Gastronomie Seit Montag gelten in Innsbruck längere Gebührenzeiten und höhere Kosten für Parkberechtigungen. WK-Bezirksobmann Dietmar Hernegger warnt vor zusätzlichen Belastungen für Handel, Gastronomie und Beschäftigte. „Die Innsbrucker Innenstadt braucht dringend Impulse, die den Standort stärken und mehr Menschen in die Stadt bringen. Stattdessen wird der Besuch durch längere Gebührenzeiten und zusätzliche Kosten unattraktiver. Das ist gerade in der aktuellen wirtschaftlichen Situation das falsche Signal“, betont Dietmar Hernegger, Obmann der WK-Bezirksstelle Innsbruck Stadt. Seit Montag gelten in Innsbruck neue Parkregelungen. Die Gebührenpflicht in Kurzparkzonen wurde von Montag bis Freitag bis 21 Uhr und samstags bis 18 Uhr ausgeweitet. Gleichzeitig wurden neue gebührenpflichtige Parkzonen geschaffen und die Tarife für Parkberechtigungen erhöht. Zusätzliche Kosten schwächen die Attraktivität Besonders kritisch sieht Hernegger die Ausweitung der Gebührenpflicht auf die Abendstunden. Wer nach der Arbeit noch einkaufen, ein Restaurant besuchen oder Dienstleistungen in Anspruch nehmen möchte, muss nun länger für das Parken bezahlen. Zwar bleiben die regulären Kurzparkzonentarife unverändert, durch die verlängerten Gebührenzeiten entstehen für viele Besucher:innen aber zusätzliche Kosten. Für den stationären Handel kommt diese Entwicklung zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Rückläufige Umsätze, zunehmender Online-Handel und Leerstände setzen die Betriebe bereits unter Druck. Gleichzeitig stehen die Geschäfte in der Innenstadt im Wettbewerb mit Einkaufszentren und Handelsstandorten außerhalb des Stadtzentrums, die vielfach kostenlose Parkmöglichkeiten anbieten. „Jede zusätzliche Hürde führt dazu, dass sich Kundinnen und Kunden für einen anderen Einkaufsstandort entscheiden. Besonders problematisch ist die Ausweitung auf die Abendstunden. Darunter leidet auch die Gastronomie, die auf Gäste angewiesen ist, die nach Feierabend in die Stadt kommen“, warnt Hernegger. Auch Beschäftigte von Mehrkosten betroffen Die neuen Parkregelungen treffen nicht nur Kund:innen, sondern auch Mitarbeiter:innen, die täglich in der Innenstadt arbeiten. Gerade im Handel und in der Gastronomie reichen die Arbeitszeiten häufig bis in die Abendstunden. Höhere Kosten für Parkberechtigungen belasten so jene Beschäftigten, die auf das Auto angewiesen sind. Für Betriebe, die ohnehin Schwierigkeiten haben, qualifiziertes Personal zu finden, ist das eine zusätzliche Herausforderung. „Die Stadt muss die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Maßnahmen ernst nehmen und genau beobachten. Eine lebendige Innenstadt braucht gut erreichbare Geschäfte, Gastronomiebetriebe und Dienstleister. Unser Ziel muss sein, die Kaufkraft in Innsbruck zu halten und den Betrieben gute Rahmenbedingungen zu bieten. Dazu gehört auch eine vernünftige und leistbare Erreichbarkeit“, unterstreicht Hernegger abschließend.