12.03.2026    1 Bild

Aufwärtstrend bei Tirols Jungunternehmen – worauf es jetzt ankommt

Nach herausfordernden Jahren blicken Tirols Jungunternehmer:innen wieder zuversichtlicher auf die heimische Wirtschaftslage.
© Gabriel Marques

JW Landesvorsitzender Stefan Monitzer

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Das zeigt das aktuelle Stimmungsbarometer der Jungen Wirtschaft. Gleichzeitig bleiben Bürokratie, hohe Abgaben und steigende Kosten zentrale Herausforderungen.

„Viele junge Unternehmerinnen und Unternehmer schauen nicht mehr nur auf die Risiken, sondern wieder stärker auf Chancen. Jetzt gilt es, darauf aufzubauen und zusätzlich Hürden abzubauen“, berichtet Stefan Monitzer, Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft Tirol.

Konjunktur stabilisiert sich
In Tirol rechnen 24 % der Jungunternehmer:innen mit einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung. 43 % erwarten eine stabile Lage, 30 % einen Rückgang. Damit überwiegt erstmals seit längerer Zeit wieder die Zuversicht. Unsicherheit bleibt dennoch weiter spürbar, gerade Investitionsentscheidungen werden weiterhin vorsichtig getroffen.

Inflation bleibt zentrales Thema
Trotz positiver Trendwende: der wirtschaftliche Druck bleibt hoch. Mit 46% rechnet fast jede:r zweite Tiroler Jungunternehmer:in damit, dass die Inflation weiter steigt, insbesondere bei Energie, Vorleistungen und Personal. Stabil zeigt sich hingegen der Arbeitsmarkt: Knapp ein Viertel der Tiroler Jungunternehmen planen in den kommenden Monaten zusätzliche Mitarbeiter:innen einzustellen. „Dass junge Betriebe trotz der wirtschaftlichen Unsicherheit weiter einstellen wollen, ist ein starkes Signal für den Standort“, betont Monitzer.

Bürokratie und Kosten als zentrale Einflussfaktoren
Als größte Herausforderungen nennen Jungunternehmer:innen Bürokratie (51 %), Umsatz- bzw. Ertragseinbußen (41 %) und hohe Arbeitskosten (39 %). Auch Inflation sowie steigende Energie- und Rohstoffpreise belasten viele Betriebe. Monitzer dazu: „Damit wir den aktuell noch vorsichtigen Optimismus ankurbeln können, müssen wir einen genauen Blick auf die Bedürfnisse der Unternehmer:innen werfen: Wer ein Unternehmen aufbaut, braucht Handlungsspielraum und Planungssicherheit.“

Besonderen Handlungsbedarf sehen Jungunternehmer:innen bei Steuern und Abgaben (64 %), beim Bürokratieabbau (50 %) sowie beim Gesundheitssystem (47 %). „Es gibt wieder mehr Zuversicht, das sollten wir nutzen. Wenn Leistung wieder stärker belohnt wird und Bürokratie sinkt, steigt auch die Bereitschaft zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen“, so Monitzer abschließend.

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