03.09.2026    1 Bild

Energiezukunft im Außerfern: Wasserkraftpotenzial sachlich bewerten

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Christian Strigl – Obmann WK-Bezirksstelle Reutte

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WK-Bezirksobmann Christian Strigl sieht in der Optimierung der Kraftwerkskette Plansee ein wichtiges Zukunftsprojekt für den Bezirk Reutte. Versorgungssicherheit, Energieautonomie und Naturschutz müssen gemeinsam gedacht werden.

Der Transformationsprozess im Bereich Klima und Energie stellt auch den Bezirk Reutte vor enorme Herausforderungen. Neben Einsparungen, Sanierung und Bewusstseinsbildung braucht es vor allem eine klare Strategie für die regionale Energieerzeugung. Für Strigl und die Wirtschaftskammer spielt die Wasserkraft dabei eine zentrale Rolle.

Sachliche Diskussion, statt Schwarz-Weiß-Denken

„Den steigenden Strombedarf im Bezirk werden wir lokal nicht allein mit Windkraft und Fotovoltaik decken können“, hält Strigl fest. „Bleibt das große Potenzial Wasserkraft. Wenn wir diese Chance im Außerfern nutzen wollen, braucht es eine sachliche Diskussion statt Schwarz-Weiß-Denken. Ökologie und Ökonomie müssen dabei sorgfältig aufeinander abgestimmt werden.“

Regionale Ressource verantwortungsvoll nutzen

Die geplante Optimierung der Kraftwerkskette Plansee durch die Elektrizitätswerke Reutte ist für die Wirtschaftskammer ein wesentliches Zukunftsprojekt. Die Wasserkraft ist eine wertvolle regionale Ressource, die einen wichtigen Beitrag zu mehr Energieautonomie leisten kann. Neben der zusätzlichen Stromerzeugung ist dabei insbesondere die Speicherfähigkeit von Bedeutung.

„Unser Ziel muss sein, mehr erneuerbare Energie in der Region zu erzeugen und gleichzeitig die Abhängigkeit von Energieimporten zu reduzieren. Für unsere Betriebe im Bezirk sind Versorgungssicherheit und langfristig leistbare Energie ganz zentrale Standortfaktoren“, so Strigl.

Versorgung und Schutz des Naturraums kein grundsätzlicher Widerspruch

Für die Wirtschaftskammer in Reutte stehen der Schutz des Naturraums und eine sichere Energieversorgung nicht grundsätzlich im Widerspruch. Bei einem Projekt dieser Größenordnung müsse genau geprüft und eine seriöse Abwägung unterschiedlicher Interessen ermöglicht werden.

„Pauschale Ausschlusskriterien und vorschnell gezogene rote Linien bringen uns nicht weiter. Entscheidend ist, die Fakten auf den Tisch zu legen und das Projekt in den gesetzlich vorgesehenen Verfahren eingehend zu prüfen. Wir haben volles Vertrauen in die zuständigen Behörden“, erklärt Strigl.

Die Wirtschaftskammer steht klar hinter der Optimierung der Kraftwerkskette Plansee. „Die Kraftwerkskette Plansee bietet die Chance, die regionale Energieversorgung zu stärken und damit den Wirtschafts- und Lebensraum Außerfern langfristig abzusichern“, so Strigl abschließend.

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