23.07.2025    1 Bild

Gewerbe & Handwerk: Konjunktur zeigt leichte Erholung, braucht aber noch zusätzlichen Schwung

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Franz Jirka – Spartenobmann Gewerbe und Handwerk

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Das 2. Quartal 2025 hat für das Tiroler Gewerbe und Handwerk positive Signale mit sich gebracht. Nun braucht es zusätzliche Maßnahmen, um diese Tendenz zu verstärken. Zwei Schritte in diese Richtung sind die angekündigte Wiederaufnahme des Reparaturbonus und das NoVA-Aus für Kleintransporter.

Die aktuelle Konjunkturbeobachtung der KMU Forschung Austria für das Tiroler Gewerbe und Handwerk zeigt längst überfällige Anzeichen eines Aufwärtstrends. Im zweiten Quartal 2025 berichten 28 Prozent der Betriebe von einer guten Geschäftslage, 49 Prozent von einer saisonüblichen Entwicklung. Der Anteil der Unternehmen, die die Lage als schlecht einschätzen, ist auf 23 Prozent gesunken. Der Saldo liegt bei +5 Prozentpunkten und damit deutlich positiver als im Vorquartal (-2 Prozentpunkte).

„Die Talsohle scheint durschritten und die ersten Anzeichen einer Besserung sind erfreulich. Um diesen Trend zu sichern, braucht es aber dringend weitere konjunkturelle Impulse“, betont der Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Tirol, Franz Jirka.

Sehr erfreut zeigt er sich in diesem Zusammenhang über die gerade erst angekündigte Wiederaufnahme des Reparaturbonus: „Das ist ein starkes Signal für das regionale Handwerk und die nachhaltige Nutzung von Ressourcen. Der Reparaturbonus hilft nicht nur den Betrieben, sondern auch den Konsumentinnen und Konsumenten, die sich für Reparatur statt Neukauf entscheiden.“

Grundsätzlich positiv bewertet Jirka auch das kürzlich umgesetzte NoVA-Aus für sogenannte N1-Fahrzeuge: „Diese Maßnahme entlastet unsere Betriebe bei der Anschaffung von Arbeitsfahrzeugen. Allerdings ist es vollig unverständlich, dass beispielsweise Kleintransporter mit Allradantrieb explizit ausgenommen wurden. Diese sind für viele Betriebe unverzichtbar - nicht nur für Baustellen und Arbeiten im alpinen Gelände. Hier braucht es schnellstmöglich eine Nachbesserung.“

Mit Blick auf die nahe Zukunft bleiben die Erwartungen der Betriebe trotz dem ein oder anderen positiven Signal weiterhin verhalten. Für das dritte Quartal rechnen nur 13 Prozent mit einer Verbesserung, 26 Prozent mit Rückgängen. Erfreulich ist hingegen die Personalplanung – 24 Prozent der Unternehmen wollen neue Arbeitsplätze schaffen. „Das zeigt mehr als deutlich, dass unsere Betriebe auch in schwierigen Phasen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und Arbeitsplätze zu schaffen. Dafür braucht es aber weiterhin verlässliche Rahmenbedingungen und gezielte Entlastungen“, so Spartenobmann Franz Jirka abschließend.

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Holaus Karolina
Tiroler Wirtschaftskammer
Sparte Gewerbe und Handwerk
Dr. Karolina Holaus
T 05 90 90 5-1432
M karolina.holaus@wktirol.at