Kick-off für den neuen INNC-Durchgang und Auftakt Richtung 10-jähriges Jubiläum. Wirtschaft und Wissenschaft ziehen gemeinsam an einem Strang für mehr Unternehmertum in Tirol.
© WK Tirol/ Die Fotografen
Mit dem kürzlich erfolgten Kick-off des neuen INNC-Programms startet der InnCubator in eine weitere Runde zur Förderung von Innovation und Unternehmertum in Tirol.
Mit dem kürzlich erfolgten Kick-off des neuen INNC-Programms startet der InnCubator in eine weitere Runde zur Förderung von Innovation und Unternehmertum in Tirol. Der InnCubator, eine gemeinsame Initiative der Wirtschaftskammer Tirol und der Universität Innsbruck, bietet Raum, Ideen in konkrete Geschäftsmodelle zu verwandeln. Ob Studierende, Forschende, Unternehmen oder Start-ups – hier entsteht ein lebendiges Miteinander, in dem Innovation aktiv gestaltet wird.
INNC-Programm: Ideen werden zu Unternehmen Seit 2016 wurden im Rahmen des INNC-Programms über 442 Geschäftsideen begleitet. Im aktuellen Durchgang arbeiten über 50 Teilnehmende sechs Monate lang intensiv an der Weiterentwicklung ihrer Ideen – von der Problemdefinition bis hin zu einem klaren Konzept und Prototypen, die am Markt bestehen können. So deckt der aktuelle Durchgang wieder eine große Vielfalt an Themenbereichen ab, die von KO-Tropfen-Prävention über KI-gestützte Gesundheitskostensteuerung bis hin zu würdevollen Bestattungskonzepten reichen.
InnCubator-Leiter Robert Schimpf: „Jeden Durchgang aufs Neue sind wir von der Kreativität der Ideen und der Motivation der Teilnehmenden begeistert. Die positive Energie aller steckt an, loszulegen.“
Das Programm umfasst individuelle Betreuung, Workshops, Coworking sowie Feedback von Expert:innen. Neu in diesem Jahr ist ein verstärkter Fokus auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz – sowohl zur Entwicklung von Geschäftsstrategien als auch für die Erstellung von Prototypen.
WK-Präsidentin Barbara Thaler unterstreicht die Bedeutung dieses Angebots: „Unternehmertum ist eine der zentralen Triebfedern für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung. Es geht darum, Chancen zu erkennen, Verantwortung zu übernehmen und aktiv Zukunft zu gestalten. Gerade in Zeiten rascher technologischer Veränderungen – etwa durch Künstliche Intelligenz – braucht es Menschen, die den Mut haben, neue Wege zu gehen. Der InnCubator schafft dafür die idealen Rahmenbedingungen: Hier entstehen nicht nur Geschäftsideen, sondern auch ein starkes Netzwerk und eine lebendige Community, in der voneinander gelernt und gemeinsam weitergedacht wird.“
Dieser Community-Gedanke ist entscheidend, denn Innovation entsteht selten im Alleingang, sondern im Austausch. So erhält der InnCubator wichtige Unterstützung von seinen Partnern: Startup.Tirol, der Forschungsgruppe für Innovation, dem Innovationsraum Kufstein und dem START.N Kitzbühel.
Innovation durch Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft Der InnCubator versteht sich als Ort, an dem Wissenstransfer aktiv gelebt wird. Die Universität Innsbruck bringt wissenschaftliche Expertise ein, während die Wirtschaftskammer den direkten Bezug zur Praxis sicherstellt. Vizerektor Gregor Weihs betont: „Die Universität Innsbruck leistet einen wesentlichen Beitrag für Innovation, indem sie Wissen, Talente und Forschung in unternehmerische Anwendungen überführt.“
Neben dem INNC-Programm spielen auch Weiterbildungsangebote und Workshops eine wichtige Rolle. In Kooperation mit Partnern wie der AI Factory Austria, dem dem Institut für Mechatronik, dem DIH West und der Wirtschaftskammer Tirol werden Unternehmen gezielt an Zukunftstechnologien herangeführt – mit besonderem Fokus auf praxisnahe Anwendungen von KI und IoT.
Vom Konzept zum Prototyp: Innovation greifbar machen Ein wachsender Schwerpunkt des InnCubators liegt in der Prototypenentwicklung für Hard-, Software und Künstliche Intelligenz. Mit moderner Infrastruktur (z. B. 3D-Druck und Elektronikentwicklung) und einem starken Netzwerk an „Umsetzern“, wie dem Institut für Informatik, können Ideen schnell in erste funktionsfähige Modelle umgesetzt werden. Werkstattleiter im InnCubator Simon Fuger erklärt: „Wir sehen täglich, dass viele innovative Ideen nicht an der Kreativität scheitern, sondern an der Umsetzung. Genau hier setzt der InnCubator an: Wir helfen dabei, aus Gedanken konkrete, testbare Lösungen zu entwickeln. Und das nicht nur für Start-ups, sondern auch Unternehmen.“
Erfolgsmodell mit Zukunft Der InnCubator feiert im Herbst sein 10-jähriges Bestehen – eine Erfolgsgeschichte, die zeigt, welchen Einfluss gezielte Innovationsförderung auf den Wirtschaftsstandort Tirol haben kann. Vizerektor Manfred Lechner meint: „Die hohe Nachfrage bestätigt den Bedarf: Sowohl räumlich als auch ressourcentechnisch ist der InnCubator aktuell stark ausgelastet. Weitere Schritte sind bereits in Planung.“
Weitere Informationen unter: www.inncubator.at