08.06.2026    1 Bild

Innsbrucker Innenstadt darf nicht weiter verteuert werden

Geplante Erhöhung der Parkgebühren und Ausweitung der Kurzparkzonen setzen Handel und Gastronomie zusätzlich unter Druck.
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Dietmar Hernegger – WK-Bezirksobmann Innsbruck Stadt

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„Gerade jetzt braucht die Innsbrucker Innenstadt Impulse zur Stärkung und keine zusätzlichen Belastungen. Wer das Parken verteuert, schwächt Handel, Gastronomie und Dienstleister gleichermaßen“, betont Dietmar Hernegger, Obmann der WK Bezirksstelle Innsbruck-Stadt. Die geplanten Änderungen bei den Innsbrucker Kurzparkzonen stoßen daher in der Wirtschaft auf deutliche Kritik. Neben höheren Parkgebühren sind auch längere gebührenpflichtige Zeiten sowie zusätzliche Belastungen für Pendlerinnen und Pendler, Betriebe und Kundinnen und Kunden vorgesehen. Die Wirtschaftskammer Tirol sieht darin eine weitere Schwächung der Wettbewerbsfähigkeit der Innsbrucker Innenstadt.

Innenstadt steht bereits unter erheblichem Druck

Der stationäre Handel sieht sich derzeit mit rückläufigen Umsätzen, einer steigenden Leerstandsquote und zunehmendem Wettbewerbsdruck durch den Online-Handel konfrontiert. Zusätzliche Kosten und Einschränkungen bei der Erreichbarkeit der Innenstadt verschärfen diese Entwicklung weiter. Die geplanten Maßnahmen umfassen unter anderem eine Ausweitung der gebührenpflichtigen Zeiten bis 21 Uhr sowie höhere Kosten für verschiedene Parkberechtigungen.

„Die Innsbrucker Innenstadt steht bereits vor großen Herausforderungen. Wenn das Parken noch teurer und unattraktiver wird, verschärft das den Wettbewerbsnachteil gegenüber Einkaufszentren und Handelsstandorten in der Peripherie, wo Kundinnen und Kunden vielfach kostenlos parken können“, betont Dietmar Hernegger, Obmann der WK Bezirksstelle Innsbruck-Stadt.

Negative Folgen für Handel und Gastronomie

Besonders kritisch bewertet die Wirtschaft die geplante Ausweitung der Gebührenpflicht in den Abendstunden. Gerade Gastronomiebetriebe profitieren von Gästen, die am Abend in die Stadt kommen. Höhere Kosten und längere Gebührenzeiten könnten dazu führen, dass sich Besucherinnen und Besucher verstärkt für andere Standorte entscheiden.

„Vor allem die Gastronomie wird die Auswirkungen deutlich spüren. Wer am Abend mit Familie oder Freunden in die Innenstadt kommt, muss künftig mit höheren Parkkosten rechnen. Das macht den Besuch in der Stadt weniger attraktiv und trifft letztlich die Betriebe“, so Hernegger.

Wirtschaft fordert Stärkung statt zusätzlicher Belastungen

Die Wirtschaftskammer spricht sich daher gegen die geplanten Ausweitungen der Gebührenpflicht und die Erhöhungen der Parkabgaben aus. Statt zusätzlicher Belastungen brauche es Maßnahmen, die die Attraktivität und Erreichbarkeit der Innsbrucker Innenstadt stärken und Kaufkraft in der Stadt halten.

„Die Innenstadt ist ein zentraler Wirtschafts-, Arbeits- und Lebensraum. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten braucht es Signale zur Stärkung des Standorts und keine zusätzlichen Hürden für Kundinnen und Kunden“, fordert Hernegger abschließend.

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Kontakt

Wanner Stefan
Tiroler Wirtschaftskammer
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Mag. Stefan Wanner
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E stefan.wanner@wktirol.at