16.10.2026    1 Bild

Sanierungsoffensive: WK-Vizepräsident Rieder begrüßt Konjunkturimpuls für Bau und Handwerk

500 Mio. Euro für thermische Sanierungen und Heizungstausch – Vizepräsident Rieder: notwendiger Schritt, jetzt rasch und unbürokratisch umsetzen.
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Anton Rieder – WK-Vizepräsident und Landesinnungsmeister Bau in der Tiroler Wirtschaftskammer

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Hohe Kosten, schwierige Finanzierungsbedingungen und zurückgestellte Projekte haben die heimische Bauwirtschaft zuletzt stark belastet. Mit der vorgestellten Sanierungsoffensive stellt die Bundesregierung für 2027 insgesamt 500 Mio. Euro für thermische Sanierungen und den Austausch fossiler Heizsysteme bereit. Die Wirtschaftskammer hatte sich wiederholt für zusätzliche Investitionsanreize im Sanierungsbereich ausgesprochen.

„Gerade die Bauwirtschaft hat unter hohen Kosten, schwierigen Finanzierungsbedingungen und zurückgestellten Projekten gelitten. Die Sanierungsoffensive setzt hier gezielt an - sie bringt notwendige Impulse und Aufträge für heimische Betriebe“, betont Rieder.

Wichtige Impulse für heimische Betriebe

Von den vorgesehenen 500 Mio. Euro entfallen 321 Mio. Euro auf thermisch-energetische Sanierungen. Gefördert werden unter anderem Gebäudedämmungen, der Austausch von Fenstern und weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz. Für den Umstieg von Öl- und Gasheizungen auf klimafreundlichere Heizsysteme stehen weitere 179 Mio. Euro zur Verfügung.

Davon profitieren neben Bauunternehmen und Installationsbetrieben auch Fensterhersteller, Dachdecker, Spengler, Baustoffhändler und zahlreiche weitere Branchen. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die einen wesentlichen Teil der Tiroler Wirtschaftsstruktur ausmachen, können zusätzliche Sanierungsprojekte wichtige Impulse setzen.

„Sanierungsprojekte wirken über viele Branchen hinweg und stärken gerade auch kleine und mittlere Betriebe. Gleichzeitig profitieren die Menschen von niedrigeren Energiekosten und einem geringeren Energieverbrauch. Diese Verbindung von wirtschaftlichem Impuls und Energieeffizienz ist mehr als sinnvoll“, unterstreicht Rieder.

Rasche Umsetzung und Planungssicherheit entscheidend

Positiv ist auch der angekündigte Neustart der Heizungsförderung. Bereits ab 2. November 2026 sollen wieder Anträge für den Austausch fossiler Heizsysteme gestellt werden können. Die neue Sanierungsförderung soll derweil am 4. Jänner 2027 starten. Vorgesehen sind zudem einfachere Förderverfahren, einheitliche Antragswege und der Entfall bisheriger Vorabregistrierungen.

Für Rieder steht fest, dass die Wirkung der Offensive maßgeblich von ihrer praktischen Umsetzung abhängen wird. Betriebe und Haushalte brauchen klare Informationen, verlässliche Förderbedingungen und Planungssicherheit. Auch offene Fragen zur Abwicklung und längerfristigen Fortführung der Förderungen müssten rasch geklärt werden. Für den Weg bis 2040 wird es allerdings zusätzliche Schritte brauchen.

„Die Bereitstellung von 500 Mio. Euro ist erfreulich. Mit Blick auf das Ziel eines klimaneutral sanierten Gebäudebestands bis 2040 wird es darüber hinaus aber weitere Maßnahmen und langfristig verlässliche Rahmenbedingungen brauchen. Gleichzeitig muss die Umsetzung jetzt rasch und unbürokratisch funktionieren. Wer eine Sanierung plant, braucht klare Förderbedingungen, und unsere Betriebe müssen sich darauf verlassen können, dass Anträge zügig bearbeitet werden“, so Anton Rieder abschließend.

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