10.07.2024   

Schnelle Lösung für Mühlau mit CALEMO

Das Taxigutscheinsystem könnte die Mühlauer:innen in ihrer Mobilität unterstützen.

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Der schöne Ausblick aus Mühlau über Innsbruck hat für Anrainer:innen derzeit seinen Preis. Seit gestern ist das Mühlauer Platzl aufgrund von Baumaßnahmen gesperrt. Autos können nicht mehr zufahren, für die Anwohner:innen bedeutet das: zu Fuß gehen. Zumindest bis zur eigens eingerichteten Ersatzhaltestelle am weiter entfernten Mühlenweg.

Für mobilitätseingeschränkte oder ältere Personen sind die längeren Wege oftmals herausfordernd, nicht zuletzt da die Straßen steil sind. Die Forderungen nach einem Zubringer in Mühlau werden laut.

Jedoch: Die IVB betont, dass eine Lösung mit Kleinbussen nicht funktioniert, da der vorhandene Platz in der Anton-Rauch-Straße für die Fahrzeuge nicht ausreicht. "Die Zubringerlösung muss deshalb nicht gleich vom Tisch", meint Ugur Evkaya, Obmann-Stellvertreter der Taxiinnung. „Wo Kleinbusse zu groß sind, gibt es immer noch den PKW. Mühlauerinnen und Mühlauer, die sich schwertun, zur Ersatzhaltestelle zu kommen, könnte man durch ein Taxigutscheinsystem unterstützen und in ihrer Mobilität unterstützen.“

Evkaya denkt dabei an CALEMO, den (digitalen) Taxigutschein, den die Taxiinnung im letzten Jahr entwickelt hat. Der große Vorteil: Das Produkt steht bereit, ist leicht und schnell umsetzbar und kostengünstig. Die Taxigutscheine können dann bei jedem teilnehmenden Taxi eingelöst werden, ohne Fahrplan und rund um die Uhr. Nachdem es in Innsbruck einen amtlichen Tarif gibt, kann die Stadt auch ganz genau planen, wie hoch der Zuschuss für die einzelnen Personen sein muss.

„Es ist wichtig, dass die IVB die Linie über die Ersatzhaltestelle weitgehend aufrechterhalten kann“, meint Evkaya. „Angesichts der Tatsache, dass die Baustelle ums Mühlauer Platzl aber noch bis Dezember dauert, ist es wohl notwendig und sinnvoll, darüber nachzudenken, mobilitätseingeschränkte Anwohner:innen auf diese Weise zu unterstützen.“ Die Innsbrucker Taxibranche stehe bereit. Entscheiden muss schlussendlich die Stadtpolitik - ob alle gehen oder doch alles geht.

Kontakt

Klammer Gabriel
Tiroler Wirtschaftskammer
Sparte Transport und Verkehr
MMag. Gabriel Klammer
T 05 90 90 5-1254
E gabriel.klammer@wktirol.at