06.08.2026    1 Bild

Thaler: Wer Parken so verteuert, zieht die Schranke vor Ortszentren hoch

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Barbara Thaler, Präsidentin der Wirtschaftskammer Tirol.

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Die WK Tirol lehnt die geplante Anhebung der gesetzlichen Höchstbeträge um mehr als 45 % ab. Höhere Parkkosten würden Beschäftigte, Betriebe und Tirols Ortszentren zusätzlich belasten. Auch automatische Erhöhungen und Sonderaufschläge für Reisebusse gehen zu weit.

Der Entwurf zur Änderung des Tiroler Parkabgabegesetzes sieht vor, die höchstzulässige Parkabgabe von derzeit 1,10 Euro auf 1,60 Euro je angefangener halber Stunde zu erhöhen. Damit könnten Gemeinden künftig bis zu 3,20 Euro pro Stunde verlangen.

„Wer die gesetzliche Obergrenze um mehr als 45 % anhebt, öffnet die Schranke für deutlich höhere Parkgebühren in ganz Tirol. Die Rechnung zahlen Beschäftigte auf dem Weg zur Arbeit, Handwerks- und Servicebetriebe im Einsatz vor Ort sowie die Kundinnen und Kunden der heimischen Betriebe“, kritisiert WK- Präsidentin Barbara Thaler.

Ortszentren brauchen Frequenz

Besonders kritisch sieht die WK Tirol die Folgen für den stationären Handel, die Gastronomie und Dienstleistungsbetriebe. Viele Kundinnen und Kunden seien gerade außerhalb der Ballungsräume mangels ausreichender öffentlicher Verbindungen auf das Auto angewiesen. Steigende Parkgebühren würden den Einkauf und die Inanspruchnahme regionaler Dienstleistungen zusätzlich verteuern.

„Unsere Ortszentren brauchen Frequenz und keine neue Eintrittsgebühr. Wer das Parken immer teurer macht, lenkt die Menschen nicht automatisch in den öffentlichen Verkehr, sondern oftmals zu Standorten mit kostenlosen Parkplätzen“, warnt Thaler. Angesichts steigender Leerstände und der anhaltenden Konsumzurückhaltung sei jede zusätzliche Belastung besonders kritisch zu prüfen.

Keine automatische Gebührenspirale und Sonderaufschläge für Reisebusse

Auch Anwohner-, Berufs-, Betriebs- und Pendlerparkkarten sollen deutlich teurer werden. Das belastet insbesondere Pendler:innen und Unternehmen, die auf Parkbewilligungen angewiesen sind. Die WK Tirol lehnt darüber hinaus sowohl eine automatische Valorisierung der genannten Höchstbeträge als auch Sonderaufschläge für Fahrzeuge mit mehr als 9 Metern Länge ab – davon wären in der Praxis vor allem Reisebusse betroffen.

„Eine maßvolle Anpassung kann diskutiert werden – eine Erhöhung um mehr als 45 % in Verbindung mit einer automatischen Steigerung und Sonderaufschlägen gehen aber klar zu weit“, so Thaler abschließend.

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