12.03.2026    1 Bild

Vom Motorrad bis zum E-Moped: Motorisierte Zweiräder als flexible Mobilitäts-Alternative

Der Bestand an Motorrädern und Leichtmotorrädern hat österreichweit in den vergangenen zehn Jahren um satte 41 Pozent zugelegt. Dabei erfindet sich die Zweirad-Branche technologisch gerade neu.
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Branchensprecher Gerald Unterberger blickt der beginnenden Zweirad-Saison mit viel Optmismus entgegen.

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Auf den heimischen Straßen sind so viele motorisierte Zweiräder unterwegs wie nie zuvor – auch wenn die Neuzulassungen 2025 zurückgingen. „Tirol hat sich mit einem Minus von 16,2 Prozent gegenüber 2024 klar besser geschlagen als der Rest Österreichs mit einem Minus von 28,9 Prozent. Unser Markt ist vergleichsweise stabil und widerstandsfähig", sagt Gerald Unterberger, Sprecher des Tiroler Zweiradhandels in der Wirtschaftskammer Tirol.

EU-Norm verzerrt die Statistik
Konkret wurden in Tirol 2.999 Motorräder (L3e, -14,2 %) und 1.125 Mopeds (L1e, -20,9 %) neu zugelassen. Der Rückgang hat allerdings einen technischen Hintergrund: Wegen der neuen EU-Abgasnorm Euro 5+ mussten Händler Lagerfahrzeuge bereits 2024 zulassen. „Rechnet man diesen Sondereffekt heraus, bewegen wir uns auf einem guten Niveau. Von einem Einbruch kann keine Rede sein", stellt Unterberger klar.

Bestand steigt auf Rekordhoch – 41 Prozent Plus in zehn Jahren
Was die Zahlen besonders eindrucksvoll zeigen: Der Fahrzeugbestand wächst kontinuierlich. In nur zehn Jahren stieg die Zahl der Motorräder und Leichtmotorräder in Österreich um 41 Prozent – von knapp 483.000 auf über 682.000 Fahrzeuge. „Die Begeisterung für das Zweirad ist ungebrochen. Viele Menschen entdecken es als flexible und preisbewusste Alternative zum Auto", so Unterberger.

E-Mobilität nimmt Fahrt auf
Die Zukunft wird zunehmend elektrisch: 2025 wurden österreichweit 2.495 elektrifizierte Zweiräder zugelassen – Tendenz steigend. Moderne E-Motorräder punkten mit KI-gesteuerten Batterie-Management-Systemen, die Reichweite und Lebensdauer in Echtzeit optimieren. Schnellladefunktionen ermöglichen ein Aufladen von 20 auf 80 Prozent in rund 30 Minuten. „Gerade für urbane Mobilität sind E-Roller und E-Mopeds eine attraktive Option – niedrige Betriebskosten, null lokale Emissionen und alltagstauglich", betont Unterberger.

Hightech auf zwei Rädern – KI hält Einzug
Und auch die technologische Entwicklung beschleunigt sich rasant: KI-basierte Assistenzsysteme mit Radar und Kameras warnen vor Kollisionen, unterstützen Notbremsungen und passen Fahrmodi automatisch an Straßenverhältnisse und Wetter an. Sprachsteuerung, hochauflösende TFT-Displays, nahtlose Smartphone-Integration und Software-Updates Over-the-Air gehören mittlerweile zur Serienausstattung. Selbst die Schutzkleidung wird intelligent: Airbag-Jacken mit Sensoren erkennen Sturzsituationen und lösen in Millisekunden aus – unabhängig vom Fahrzeug.

„Zweiräder sind heute fahrende Computer – vernetzt, intelligent, sicher. Die Branche erfindet sich gerade komplett neu. Das macht nicht nur technologisch Eindruck, sondern auch Lust auf die Zukunft des Fahrens", resümiert Unterberger.

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Falch Sonja
Tiroler Wirtschaftskammer
Landesgremium Fahrzeughandel
Sonja Falch, BSc
T 05 90 90 5-1276
E sonja.falch@wktirol.at