Meldung vom 07.02.2020

Walser verwundert über AK-Anzeigen in Osttirol: Erst das Gespräch verweigern und dann über Presseanzeigen ankündigen - das kann nur der AK-Präsident!

Die Rechtsmeinung zum dramatischen Elementarereignis aufgrund des Schneechaos im November ist eindeutig. Präsident Walser ist dennoch an einer gemeinsamen Lösung interessiert.


"AK-Präsident Zangerl ist auf dem Holzweg", wundert sich Christoph Walser, Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer, über die Vorgehensweise der Arbeiterkammer. "Ganz Osttirol und die angrenzenden Regionen waren während der Schneefälle im November am Rande einer Katastrophe - Betriebe wie Mitarbeiter gleichermaßen. Ich frage mich schon ganz ehrlich, warum die AK daraus Kapital schlagen will."

Die Rechtsmeinung ist in diesem Fall eindeutig. "Es hat sich um ein überregionales Elementarereignis gehandelt, von dem die Allgemeinheit betroffen war. Dies hat zur Folge, dass die Judikatur in einer solchen Situation von der neutralen Sphäre spricht, und Arbeitnehmer daher keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung haben", hält Bernhard Achatz, Arbeitsrechtsexperte in der Tiroler Wirtschaftskammer fest. Die Empfehlung der Tiroler Wirtschaftskammer lautete damals dennoch, im Einvernehmen mit den Arbeitnehmern eine vernünftige Regelung zu treffen.

AK verweigerte Zusammenarbeit: Warum?
Die Bezirksstelle Lienz hat im November versucht sich mit der Arbeiterkammer vor Ort abzustimmen und eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten. Leider ohne Erfolg. "Man könnte ja auch die Frage stellen, warum die AK damals zu keiner Abstimmung mit den Betrieben bereit war und nicht mit uns an einer Lösung arbeiten wollte", stellt WK-Präsident Walser in den Raum.

Seitens der Wirtschaftskammer wird man sich die Fälle, sobald bekannt, im Detail anschauen. "Wir wissen, was wir an unseren Mitarbeitern haben. Deshalb sind wir auch nach wie vor an einer gemeinsamen Lösung interessiert", hält Walser abschließend fest.

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