08.04.2026    2 Bilder

Wertschöpfung im Fokus: Wirtschaft stellt sich hinter Med-Uni Wörgl

Wirtschaftskammer und Sparkasse Kufstein sehen in geplanter Medizin-Uni massiven Impuls für Wertschöpfung, Arbeitsmarkt und Standortentwicklung im Tiroler Unterland.
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Pressekonferenz in der WK-Bezirksstelle Kufstein mit WK-Bezirksobfrau Sonja Altenburger und Vorstandsdirektor der Sparkasse Kufstein, Klaus Felderer.

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Die Diskussion um eine private Medizin-Universität in Wörgl bekommt wirtschaftlichen Rückenwind. Bei einer Pressekonferenz der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Kufstein rücken Obfrau Sonja Altenburger und Klaus Felderer, Vorstandsdirektor der Sparkasse Kufstein, einen Aspekt in den Mittelpunkt, der bisher zu kurz kam: die konkrete Wertschöpfung für die Region.

„Im Vollausbau sprechen wir von bis zu 1.400 Studierenden am Standort. Allein deren laufende Ausgaben für Wohnen, Verpflegung und Mobilität erzeugen jährlich rund 17 Millionen Euro direkte Wertschöpfung in der Region“, sagt Altenburger. Grundlage dafür sind Erfahrungswerte vergleichbarer Privatuniversitäten. Gleichzeitig entstehe ein nachhaltiger Effekt für den Arbeitsmarkt: „Durch den sogenannten Klebeeffekt bleibt ein Teil der Studierenden vor Ort. Das bedeutet bis zu 40 zusätzliche Mediziner pro Jahr für Tirol.“

Die Zahlen decken sich mit den Planungen rund um den Standort Wörgl, wo ein vollwertiger Campus der Sigmund Freud Privat Universität entstehen soll. Die privat finanzierte Universität würde zusätzliche Ausbildungskapazitäten schaffen – ohne öffentliche Mittel zu beanspruchen – und gleichzeitig gezielt dem Ärztemangel entgegenwirken.
Für Felderer ist die Dimension des Projekts klar: „Der Status einer Universitätsstadt würde Wörgl nachhaltig verändern. Eine medizinische Universität mitten im Zentrum bringt Leben in die Stadt, schafft hochwertige Arbeitsplätze und löst Investitionen in vielen Bereichen aus.“

Diese Effekte gehen weit über den Campus hinaus. Neben dem Bau und Betrieb der Universität selbst seien zusätzliche Investitionen in Wohnraum, Gastronomie und Infrastruktur zu erwarten. Auch die Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben eröffne neue wirtschaftliche Chancen.
„Über 1.000 Studierende, dazu Lehrende und Verwaltung – das bedeutet zusätzliche Kaufkraft, Frequenz und Dynamik für den gesamten Standort“, so Felderer. Gerade für eine Stadt wie Wörgl sei eine solche Entwicklung selten: „Solche Chancen ergeben sich nicht oft. Es wäre aus wirtschaftlicher Sicht kaum nachvollziehbar, dieses Projekt nicht aktiv zu unterstützen.“

Die Wirtschaftskammer sieht in der geplanten Medizin-Uni daher weit mehr als ein Bildungsprojekt. Sie versteht sie als strategischen Hebel für die regionale Entwicklung – mit unmittelbaren Effekten für Betriebe, Beschäftigung und Standortattraktivität im gesamten Tiroler Unterland.
Altenburger betont abschließend: „Wenn wir heute über die Medizin-Uni in Wörgl sprechen, dann geht es nicht nur um Ausbildung – es geht um Wertschöpfung, um Versorgungssicherheit und um die Zukunft unseres Standorts. Diese Chance dürfen wir uns nicht entgehen lassen.“

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