Mehr als 30 Unternehmen präsentierten beim Berufs-Festival in der RGO Arena Jugendlichen aus Osttirol praxisnahe Einblicke in die Welt der Lehre.
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Starke Partner für die Lehre: (v.l.) AK-Bezirkskammer Osttirol/Lienz-Leiter Mag. Wilfried Kollreider, WK-Bezirksstelle Lienz Obfrau Mag. Michaela Hysek-Unterweger, Barbara Grain (Leiterin AMS Lienz), DI (FH) Mag. Michael Mairhofer, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Tirol.
Das Berufs-Festival der WK-Bezirksstelle Lienz war auch 2026 wieder stark besucht. Über 450 Jugendliche nutzten die Gelegenheit, sich in der RGO Arena über Ausbildungswege und Lehrberufe zu informieren und direkt mit regionalen Betrieben ins Gespräch zu kommen.
Mehr als 30 Unternehmen aus Osttirol präsentierten Schüler:innen der dritten Klassen der Mittelschulen aus dem Bezirk Lienz sowie Jugendlichen aus außerschulischen Einrichtungen ihre Ausbildungsmöglichkeiten. Das Angebot reichte von Handwerk und Technik bis hin zu kaufmännischen Berufen und spiegelte die wirtschaftliche Vielfalt des Bezirks wider. Viele Betriebe boten Mitmachstationen an, bei denen die Jugendlichen praktische Tätigkeiten ausprobieren und erste Erfahrungen sammeln konnten.
Unterstützt wurde das Berufs-Festival neben der Wirtschaftskammer Tirol auch vom Land Tirol, der Arbeiterkammer Tirol, der Industriellenvereinigung Tirol sowie dem Arbeitsmarktservice Tirol.
Berufe praxisnah erleben
Unter dem Motto „Berufe zum Anfassen“ standen praktische Einblicke in den Berufsalltag im Mittelpunkt. Die Jugendlichen konnten verschiedene Tätigkeiten ausprobieren, ihre Interessen und Fähigkeiten testen sowie erste Kontakte für Schnuppermöglichkeiten und Lehrstellen knüpfen.
„Das Berufs-Festival macht sichtbar, wie stark sich die Osttiroler Wirtschaft für die Ausbildung von Lehrlingen engagiert. Gleichzeitig ist es wichtig, Jugendliche frühzeitig über die zahlreichen Berufsbilder und Ausbildungswege zu informieren und sie beim Einstieg in die Arbeitswelt zu unterstützen. Die Veranstaltung schafft dafür eine ideale Plattform, um erste Kontakte zwischen regionalen Unternehmen und jungen Menschen herzustellen“, hob WK-Bezirksstellenobfrau Mag. Michaela Hysek-Unterweger die Relevanz der Veranstaltung hervor.
Lehre als Zukunftschance
Auch die Bedeutung der dualen Ausbildung stand im Fokus der Veranstaltung. Die Lehre eröffne jungen Menschen vielfältige Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten – von der fachlichen Qualifizierung bis hin zu weiterführenden Ausbildungen oder der Selbstständigkeit.
„Die Lehrausbildung in Tirol hat einen hohen Stellenwert und wer eine Lehre in Tirol absolviert, kann davon ausgehen, dass er eine fundierte Ausbildung erhält“, so AK-Bezirkskammer Osttirol/Lienz-Leiter Mag. Wilfried Kollreider. „Das Berufs-Festival ist dafür quasi die Bühne: Erstens können sich junge Menschen orientieren und sich für eine zukunftssichere Ausbildung entscheiden und zweitens zeigt sie die Qualität und Breite der Ausbildung und das Engagement der Ausbildner:innen. Entscheidend ist jedenfalls, dass wir den jungen Menschen Chancen ermöglichen und sie für den Lehrberuf begeistern, denn das ist das beste Mittel, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.“
Auch die Tiroler Industrie war beim Berufs-Festival vertreten, um Jugendliche über technische Lehrberufe und Karrieremöglichkeiten in modernen Industriebetrieben zu informieren.
„Die Berufs-Festivals sind eine großartige Plattform, um Jugendlichen die Vielfalt an Karrierewegen in Tirol aufzuzeigen. Für unsere heimische Industrie ist es eine Chance, junge Talente für technische Berufe zu begeistern – und zu zeigen, wie viel Zukunft, Innovation und internationale Perspektive in einer modernen Lehre bei einem der ausgezeichneten Lehrbetriebe der Tiroler Industrie stecken“, so Michael Mairhofer, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Tirol.
„Das Berufs-Festival bietet jungen Menschen eine wertvolle Gelegenheit, die vielfältigen Chancen einer Lehrausbildung kennenzulernen. Uns ist es ein großes Anliegen, dass solche Veranstaltungen Orientierung geben und das Bewusstsein für moderne, zukunftsorientierte Ausbildungswege stärken. Gerade angesichts des Fachkräftemangels ist es wichtig, Potenziale sichtbar zu machen und gezielt zu fördern – sowohl beim Einstieg ins Berufsleben als auch beim Neustart über den zweiten Bildungsweg.“, ergänzte Barbara Grain, Leiterin des AMS Lienz.