02.03.2022    1 Bild

WK Tirol: Klima- und Naturschutz nicht gegeneinander ausspielen!

Die WK Tirol widerspricht dem WWF. Der Ausbau der Tiroler Wasserkraft ist ein wichtiger Beitrag zur Energieautonomie UND für den Klimaschutz.
© WK Tirol/Die Fotografen / Abdruck honorarfrei

Max Kloger – Obmann der Sparte Industrie

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Die Tiroler Wirtschaftskammer hat gestern angesichts der Unberechenbarkeit russischer Gaslieferungen gefordert, den Ausbau der heimischen Wasserkraft voranzutreiben - etwa am Unteren Inn oder mit regionalen Kraftwerken wie in Haslach/Kals. Neben positiven Auswirkungen auf den Klimaschutz kommt damit Tirol auch der dringend nötigen Energieautonomie näher. Der WWF hat dieser Aussage widersprochen und verlauten lassen, dass Klima- und Naturschutz stets Hand in Hand gehen müssten. Zudem sei auf Energiesparen zu setzen. „Die Tiroler Wirtschaftskammer ist sich natürlich bewusst, dass Klima- und Naturschutz Hand in Hand gehen müssen“, erklärt WK-Industrie-Spartenobmann Max Kloger, „aber das funktioniert in der Praxis nicht so, wie sich das der WWF vorstellt. Klimaschutz und Naturschutz de facto gegeneinander auszuspielen, ist falsch.“ Es geht um eine realistische Abwägung: Jedes Wasserkraftwerk, jedes Windrad, jedes Solarpanel ist eine Beeinträchtigung. „Die entscheidende Frage lautet: Ist diese Beeinträchtigung geringer als die Beeinträchtigung durch die Alternative – nämlich Energie aus fossilen Quellen oder Atomanlagen zu beziehen. Bei dieser Abwägung ergibt sich die klare Antwort, dass der Ausbau erneuerbarer Energien die mit Abstand bessere Option ist“, erklärt Max Kloger.

An dieser Stelle kommt der WWF mit dem Argument, dass man dann eben Energie sparen müsse. Und tut so, als ob Private und Firmen nicht schon längst diesen Weg gehen würden. „Energiesparen braucht es selbstverständlich auch. Die Wirtschaftskammer Tirol berät die Tiroler Betriebe bei umfassenden Maßnahmen zur Energieeffizienz“, betont Kloger. „Davon auszugehen, dass wir so viel sparen können, um allfällige Ausfälle russischer Gaslieferungen zu kompensieren, ist völlig blauäugig und verkauft die Öffentlichkeit für dumm. Gerade in der Industrie geht es um die Aufrechterhaltung der Produktion und die Sicherung von Tausenden Arbeitsplätzen“, betont der Spartenobmann und erklärt weiter: „Wir sind gerne bereit, mit dem WWF offen und ehrlich zu diskutieren. Allerdings kann und darf es nicht nur darum gehen, Strom zu sparen. Denn das würde zugleich heißen, auch Arbeitsplätze zu sparen. Diese lassen sich nur erhalten, wenn die für die Produktionsprozesse nötige Energie zur Verfügung steht.“

Die Haltung der Wirtschaftskammer lässt sich daher wie folgt zusammenfassen: Energiesparen – natürlich! Parallel dazu muss jedoch dringend saubere Wasserkraft ebenso wie andere erneuerbare Quellen so schonend wie möglich ausgebaut werden. „Alles andere spielt Öllieferanten und Atomkraftlobbies in die Hände. Das kann der WWF nicht ernsthaft wollen“, so Kloger.

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